Dieters Fotoblog

Alles rund um das Thema Fotografie

“Was gut aussieht schmeckt auch gut”, oder “Das Auge isst mit.”

Unsere Welt, in der wir leben, ist multikulturell. Menschen verschiedenster Abstammung, aus allen möglichen Nationen tummeln sich in unserem Umkreis und machen uns mit deren Sitten, Vorlieben und Gebräuchen bekannt. Manches davon lehnen wir für uns ab, anderes übernehmen wir. Mir persönlich fällt das beim Essen  am leichtesten; wie könnte es auch anders sein?

So auch wieder neulich, als es beruflich mal wieder hoch herging und sich die Kollegen und Kolleginnen zu einer 14 Stunden-Schicht versammelt hatten. Die Stimmung war gut und alle hatten etwas zu Essen mitgebracht, viele um einiges mehr, als sie selbst zu essen im Stande waren und es wurde untereinander lustig getauscht. Und so kam eine nette Kollegin auch auf mich zu und bot mir eine Schale mit Bulgur-Salat an. Ich hatte keine Ahnung, was das war und wollte erst eimal alles mögliche darüber erfahren (Sie wissen schon: “Wat de Buur nich kennt, dat freet he nich.”). Also lernte ich,  dass es sich dabei um einen vorgekochten Hartweizen handelt (Aha!) und das Bulgur in der Türkei und dem vorderen Orient ein Hauptnahrungsmittel ist (Na also, geht doch 😉 ).

So mit Wissen gewappnet kostete ich vorsichtig und war sofort begeistert. Das Zeug schmeckte lecker, hatte eine leichte Säure und war dabei angenehm scharf. Natürlich habe die Kolleging sofort (aber nicht nur aus reiner Höflichkeit) nach dem Rezept gefragt, was sie mir auch bereitwillig gab. Erstaunt darüber, wie einfach dieser Salat zuzubereiten ist, habe ich ihn heute zum ersten mal selber gemacht.

Hier ist das Ergebnis inclusive Rezept für diejenigen, denen es geht wie mir. Das Zeug ist übrigens nicht nur sehr lecker, sondern auch ein williges Fotomotiv. Es behält sein Aussehen relativ lange, blos bei der Petersilie muss man aufpassen, dass sie nicht verwelkt ehe man mit fotografieren fertig ist 😉

 

Sie brauchen für vier Personen

* Paprikamark oder Tomatenmark (scharf)
* Petersilie
* Frühlingszwiebeln
* 2 Zitronen
* Salz
* Pfeffer
Den Bulgur in eine Schale geben und mit so viel kochendem
Wasser übergießen dass er gut überdeckt ist. Zwei Scheiben
Zitrone dazu geben.
Dann zudecken und stehen lassen bis die Bulgurkörner aufgequollen sind
und die Masse abgekühlt ist, etwa 10 – 15 Minuten lang.
Pro 500 Gramm Bulgur hinzufügen: * 2-3 Esslöffel Tomaten- oder Paprikamark
* 1/2 – 1 Teelöffel Salz
* schwarzen Pfeffer nach belieben

Mit den Händen durchkneten bis eine gleichmäßige Rötung erreicht ist. Den Saft der restlichen Zitronen nach Ihrem Geschmack dazugeben (vorsichtig 😉 )
Geben Sie Je nach Geschmack in den abgekühlten Bulgur die Petersilie und die in feine Ringe geschnittene Frühlingszwiebeln .
Wenn der Bulgur-Salat zu trocken ist, dann 1-3 Esslöffel Olivenöl unterrühren.

Uns so sieht das Ganze dann aus (Klick auf das Bild öffnet eine größere Ansicht) :

Bulgur-Salat mit Frühlingszwiebeln

Bulgur-Salat mit Frühlingszwiebeln

Das Foto entstand auf relativ einfache Art:

Als Beleuchtung dienten zwei 70 Watt Schreibtischlampen,
– eine auf 10 Uhr Position der Schale, Entfernung 0,35m,
– die andere auf 4 Uhr Position zur Schattenaufhellung, Entfernung ca 0,80m
– Auf 3-Uhr Position zusätzlich ein Stück weisses cardboard als Reflektor

Aufnahmedaten:

Nikon D80
Brennweite 80 mm
Entfernung etwa 0,65 m
Blende f 40
Belichtungszeit = 3,0 Sekunden

Viel Spass beim nachmachen!

Autor: Rt

Wissen wird nicht weniger wenn man es teilt. Jeder kann fotografieren, aber manchmal fehlt uns der eine oder andere Kniff oder es interessiert uns generell, wie etwas gemacht wird. Und weil ich sowieso am liebsten übers fotografieren plaudere habe ich angefangen, in diesem Blog das festzuhalten, was mich zum jeweiligen Zeitpunkt am meisten beschäftigt. Ob es dabei um grundlegende oder weiterführende Techniken geht oder ob ich über eine spezielle Anwendung berichte, und egal ob Ihr Euch als Anfänger betrachtet oder über reichlich Erfahrung verfügt: Ihr seid herzlich eingeladen auf diesen Seiten zu stöbern und mit zu diskutieren.

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