Dieters Fotoblog

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RAW-Dateien entwickeln ohne Lightroom oder Photoshop – Eine Alternative

Adobe hat den Vertrieb der Kaufversion von Lightroom eingestellt und zukünftige Updates stehen nur noch den Nutzern des Abo-Modells zur Verfügung. Das trifft vor allem Besitzer neuer Kameras und Objektive, denn diese werden von der alten LR-Version nicht mehr erkannt. Es ist also an der Zeit, sich Gedanken um Alternativen oder alternative Arbeitsweisen zu machen. Von einer dieser Alternativen möchte ich Euch hier berichten.


Inhalt:
Über DxO allgemein
Register Organisieren: Dateiverwaltung – Projektliste – Bildbrowser
Register Bearbeiten: Oberfläche – Paletten – Smart Lighting – Rauschunterdrückung
Wie ich DxO OpticsPro11 nutze: mein Workflow in Verbindung mit Lightroom
Fazit und download


Hallo zusammen, es freut mich Euch hier wieder zu treffen!

Von dem Problem, mit dem ich mich konfrontiert sah, hatte ich ja schon in dem Artikel „adobe-wir-haben-ein-problem“ berichtet. Bilder einer neuen (neueren) Kamera, die ich probehalber im Rohdatenformat in LR importieren wollte, wurden nicht erkannt und ein Update gibt es nicht. Irgendwie muss ich aber außer den JPGs auch meine RAW-Dateien zukünftig ohne Abo weiter bearbeiten können. Für diese Aufgabe nehme ich seit ein paar Jahren schon zumindest gelegentlich das Programm DxO Optics zu Hilfe.

Über DxO allgemein:

Den Firmannamen DxO dürften einigen von Euch vom DxO Filmpack kennen, mit dessen Hilfe mittlerweile mehr als 80 analoge Filme digital simuliert werden können. Spätestens allerdings seit der Bekanntgabe der Übernahme der Google NIK Collection durch DxO im Oktober 2017 dürften der Name einer breiteren Schicht von Fotografen und Bildbearbeiter endgültig bekannt geworden sein. Das Unternehmen, das im Jahr 2003 mit Hauptsitz in Paris gegründet wurde, brachte schon 2004 die erste Version der Software DxO Optics Pro auf den Markt.
DxO OpticsPro ist ein RAW-Converter, also ein Programm zu Bearbeitung und Verwaltung von Digitalfotos im Rohdatenformat. Das Programm bietet einen integrierten und nicht-destruktiven Work-flow mit Lightroom und ermöglicht es, aus dem LR-Katalog Bilder im RAW-Format nach DxO OpticsPro zu übertragen, sie dort zu verarbeiten und die Ergebnisse wieder an Lightroom zurückzuschicken.
Die spezifischen Eigenschaften der verschiedenen Kamera- und Objektivkombinationen werden automatisch anhand der Exif-Daten erkannt und auf das Bild angewendet. Sollte sich beim Anwender eine Kombination ergeben, für die kein Korrekturmodul auf dem verarbeitenden Computer vorhanden ist, wird dieses automatisch nachgeladen und installiert. Zur Zeit werden Module für rund 23.000 solcher Kombinationen bereit gestellt. Die letzte Version aus den Jahr 2016 trug die Bezeichnung DxO OpticsPro 11.
Wie immer: Für ein größeres Bild einfach drauf klicken

DxO Optics stellt fest, dass neue Module installiert werden müssen

DxO Optics stellt fest, dass neue Module installiert werden müssen

Das Laden und installieren geht recht flott

Das Laden und installieren geht recht flott …

 ... und problemlos vonstatten.

… und problemlos vonstatten.

Auch "uralte" Module stehennoch immer zur Verfügung

Auch “uralte” Module stehennoch immer zur Verfügung, das gilt auch für Objektive. 

Seit Oktober 2017 wird die Software unter dem Namen DxO PhotoLab bzw. in einer etwas umfangreicher ausgestatteten Version als DxO PhotoLab Elite mit der Erweiterung “local adjustments” und einer dahinter stehenden Technologie angeboten, die den Machern wohl wichtig und innovativ genug erscheint um den Wechsel des Namens zu rechtfertigen.
Und das war scheinbar auch Grund genug, zur Feier des Ereignisses die Version DxO OpticsPro 11 Essential Edition kostenfrei zum download anzubieten.

Alles was Ihr machen müsst ist auf diese Site zu gehen. Achtung: Zwar steht dort zu lesen, dass der Link nur bis zum 30.11.2017 gültig sei, aber offensichtlich sieht man hier Potenzial seit Adobe die Kaufversion eingestellt hat. Bei mir hat der download probeweise immer noch funktioniert (20.12.2017). Probieren lohnt sich auf jeden Fall.
(Edit Juli 2018: der oben genannte Link funktioniert leider nicht mehr, aktuell solltet Ihr aber
hier Erfolg haben) 

Dort tragt Ihr in das entsprechende Feld Eure Email Adresse ein, setzt eventuell den Haken bei „Yes, please send me information about DxO Labs products.“ Jetzt wird Euch ein Freischaltungscode angezeigt, den Ihr nutzen könnt, wenn Ihr euch für die kostenpflichtige ELITE-Version entscheidet.
Bei mir traf nach wenigen Sekunden eine email mit den beiden download-links für Mac oder Windows und dem Freischaltcode für die Version Pro 11 ESSENTIAL ein. Mit dem Klick auf die für Euer Betriebssystem benötigte Variante startet der 443 MB große download.
Nachdem Ihr die anschließende Prozedur zur Installation erfolgreich durchlaufen habt steht dem Start des Programms nichts mehr im Weg. Die Macher des Programmes verzichten dabei auf jegliche Einblendung von Werbung, Reklame oder irgendwelche Hinweise. Man erhält also ein vollwertiges Programm ohne jede Einschränkung. Ich erwähne das deshalb, weil sicher viele von Euch schon einmal erlebt haben, dass man ein Programm zu Testzwecken zwar starten konnte, nur leider entweder ohne die Möglichkeit, hinterher sein Ergebnis speichern zu können oder es wird ein Wasserzeichen in der Art „erstellt mit blablabla“ mehr oder weniger mitten durch‘s Bild geschrieben.

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Ein kurzer Überblick über das Programm:

Das Programm teilt sich in zwei Module: Organisieren und Bearbeiten

Register Organisieren

  • Oben befindet sich die Iconleiste: hier findet Ihr die Werkzeuge zum Navigieren durch die Dateien, Anzeige der Bilder und zum Anwenden von Presets. Eigentlich selbsterklärend und intuitiv zu bedienen
  • Links ist der Quell-Browser zum Navigieren durch die Ordner der Festplatte oder Projekte, um die Bilder aufzufinden, die bearbeitet werden sollen
  • Am unterer Bildschirmrand im Bild-Browser werden alle Bilder eines Ordners oder Projektes als Miniaturbilder angezeigt.
  • Das Bildfenster zeigt das im Bild-Browser angewählte Bild an.
Der Startbildschirm von DxO OpticxPro 11

Der Startbildschirm von DxO OpticxPro 11.
Hier habe ich schon ein Bild angeklickt, somit escheint es in großen Bildfenster.

Die Dateiverwaltung

nutzt die Ordnerstruktur auf der Festplatte, d. h. es ist kein Import nötig. Als Nutzer muss man sich selbst Gedanken machen, wie man seine Bilder wiederfindet (keine Verschlagwortung, Suchfunktionen usw.). Es gehen die üblichen Funktionen unter Windows, also Ordner neu anlegen, suchen, Bilder kopieren und verschieben usw.

Projektliste

Die Organisation der zu bearbeitenden Bilder erfolgt hier in Projekten. Um ein Projekt anzulegen reicht ein Klick auf den Button +Projekt hinzufügen, nachträgliches Umbenennen ist möglich. Um das Projekt mit Bildern zu füllen werden diese dann aus der unteren Bildbrowser per drag&drop in das Projekt gezogen. Dabei bleiben die Quelldateien unangetastet, das Löschen einer Datei im Projekt ändert also nichts am physikalischen Speicherort auf der Festplatte. Eine Datei kann mehreren Projekten zugeordnet sein, wird aber nicht dupliziert. Wird diese Datei in einem Projekt verändert, dann ist diese Veränderung auch in allen anderen Projekten wirksam. Sollen verschiedene Bearbeitungen gemacht werden kann man zu diesem Zweck virtuelle Kopien anlegen.
Wenn ein Projekt ausgewählt (angeklickt) ist werden nur noch die Dateien dieses Projektes im Bild-Browser angezeigt.

In der Projektliste habe ich schon zwei Projekte angelegt.

In der Projektliste habe ich schon zwei Projekte angelegt.

Bildbrowser

Im Bildbrowser werden die im Festplattenverzeichnis oder Projekt befindlichen Dateien angezeigt. Wird hier eine Datei angeklickt erscheint diese im Bildfenster. Navigieren erfolgt wie üblich mit der Bildlaufleiste oder per Scrollrad mit der Maus. Schön für Besitzer eines zweiten Monitors: der Bild-browser kann abgekoppelt und auf den zweiten Monitor verschoben werden.

Als Bewertung können Sternen vergeben und die Bilder nach diesen und einigen anderen Kriterien gefiltert werden, damit hat man es etwas leichter sich einen optimal passenden Workflow erstellen.

Einige der Filterkroterien in DxO

Filterkriterien in DxO

Zwar fehlen hier die von Lightroom bekannten Markierungen P und X, dafür gibt es die beiden Farben Grün für Auswählen und Rot für Ablehnen. Weitere Farbmarkierungen bietet DxO nicht, dafür habe ich in Lightroom nie die Sterne benutzt. Im Grunde genommen ist es hier also dasselbe, nur etwas anders 😉 , so dass ich meinen Workflow weitgehend beibehalten kann (Bilder importieren, dann in Vollbildschirm-Ansicht im Verzeichnis sortieren: grün=bearbeiten, rot=löschen, ohne Markierung=behalten aber (erst einmal) nicht bearbeiten. Dann die grün markierten in ein Projekt einordnen, das kann man im Prinzip wie eine Sammlung unter LR betrachten. Mit den Sternen kann man weiter unterteilen, Beispielsweise: 0=löschen, 1=noch nicht bearbeitet, 2=laufende Arbeit, 3=ich werd‘ noch mal verrückt bei dem Sch…,  4=noch nicht geprüft, 5=fertig für Kunde).
Ganz rechts gibt es noch einen Button für den Druck und den Export der Bilder. Darüber hinaus gibt es noch einige andere Schmankerl zu entdecken, aber das hier soll ja kein Handbuch werden 😉

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Das Register Bearbeiten

Jetzt kommen wir zum spannenden Teil, denn wegen der Bearbeitungsmöglichkeit habe ich dieses Programm erstmalig in der Version DxO Optics Pro 6 damals installiert. Die Version Pro 6 war ebenfalls ein kostenfreies Angebot, ist bis heute funktionsfähig, kann nach wie vor Kamera-Objektiv-Module nachinstallieren (zuletzt geschehen im Juli 2017) und schreibt ebenfalls keinerlei Wasserzeichen ins Bild, so dass der Output uneingeschränkt verwendet werden kann. Das habe ich oft schon anders erlebt.

Einteilung der Benutzeroberfläche im Register Bearbeiten:

  • Oben finden wir ebenfalls die Iconleiste, ähnlich der des Registers Organisieren. Sie dient zum Steuern, wie die Bilder angezeigt werden und enthält ein paar weitere Werkzeuge
  • Rechts befinden sich die Paletten, diese enthalten sämtliche Korrekturwerkzeuge und können abgekoppelt und nach Belieben verschoben werden.
  • Mitte: Das Bildfenster zeigt das Bild, das im Bild-Browser ausgewählt wurde im aktuellen Bearbeitungszustand an, so wie man es von anderen Programmen auch kennt. Originalbild und korrigiertes Bild können entweder eines nach dem anderen oder Seite-an-Seite nebeneinander getrachtet werden.
  • Unten ist wie gewohnt der Bild-Browser, macht seinen Job wie im ersten Fenster.
  • Links findet sich ein Exif-Viewer und eine Liste mit vorgefertigten Presets samt Preset-Editor.
Die Programmoberfläche im Register BEARBEITEN

Die Programmoberfläche im Register BEARBEITEN

Zentrales Arbeitsmittel sind auch hier die Paletten. Eine Palette ist nichts anderes als ein Container, der verschiedene Werkzeuge beinhaltet. In DxO OpticsPro 11 Essential sind folgende Paletten am linken Bildschirmrand angeodnet:

  • Histogramm,
  • wesentliche Werkzeuge
  • Farbe
  • Geometrie
  • Details
  • Belichtung.

Dass die Belichtung hier ganz unten steht hängt mit meiner selbst erstellten Reihenfolge zusammen und der Tatsache, dass die dort enthaltenen Werkzeuge bis auf die Vignette bereits oben unter wesentliche Werkzeuge zu finden sind. Mit einem Klick auf die Titelleiste der Palette oder das kleine Dreieck wird diese geöffnet oder geschlossen und es erscheinen die darin enthaltenen Werkzeuge. Der Schalter rechts vom Dreieck schaltet den Effekt des Werkzeuges ein oder aus. Hier gibt es so weit also nichts, was nicht irgendwie bekannt ist.

Im Gegensatz zu Lightroom lassen sich hier alle Paletten beliebig anordnen, mit einem Klick auf das Symbol links neben dem x öffnet sich ein kleines Menü, man kann aber auch einfach auf die Titelleiste klicken und die Palette dann woanders hin ziehen und dort ablegen.

Paletten lassen sich frei bewegen und können überall auf der Obrfläche abgelegt werden.

Paletten lassen sich frei bewegen und können überall auf der Oberfläche abgelegt werden.

Am Anfang fand ich es etwas verwirrend, dass manche Werkzeuge in mehreren Paletten auftauchen, aber daran habe ich mich schnell gewöhnt. Die Einstellungen sind dieselben und so hat man immer schön alles beisammen, was Sinn ergibt.
Wenn ich mich nicht ganz irre kann man in der Kaufversion (Elite) über den Menüpunkt „Paletten – Anwenderpaletten festlegen“ selbst aussuchen, welche Werkzeuge in den Paletten enthalten sein sollen, das geht in der Essentials-Version nicht. Allerdings kostet diese Version hier auch nichts, im Gegensatz zur Elite-Version. Was will man also mehr?!

In den screenshots könnt Ihr sehen, in welche Reihenfolge ich meine Paletten gebracht habe. Die Namen der darin enthaltenen Werkzeuge lauten manchmal etwas anders als in Lightroom, aber wer LR kennt wird sich hier schnell zurechtfinden.
Ein paar für LR-Umsteiger neue Werkzeuge gibt es auch, stellvertretend will ich hier nur das DxO Smart Lighting nennen. Die Wirkungsweise dieses Dingens finde ich richtig gut, vor allen, wenn es um Gesichtserkennung geht. Da ich aber hier kein Handbuch schreiben will verweise ich auf Youtube.

Die Funktion "Smart Lighting" gehört mittlerweile zu meinen liebsten und somit meistgenutzten Werkzeugen

Die Funktion “Smart Lighting” -ob mit oder ohne Gesichtserkennung- gehört mittlerweile zu meinen liebsten und somit meistgenutzten Werkzeugen

Was mir außerdem noch eine Bemerkung wert ist, ist die Rauschminderung in DxO, mit der ich im Automatik-Modus nicht nur schneller fertig bin sondern auch noch ein besseres Ergebnis erhalte als in LR. Hier sehe ich DxO wirklich ganz vorne und das viele Testen im Labor, das auf der Firmen-HP erwähnt wird, scheint sich gelohnt zu haben!
Nicht, das ich jetzt ein fanatischer Rausch-Nerd wäre, der in 400%-iger Vergrößerung das letzte Fitzelchen Rest-Rauschen sucht und sich dann darüber aufregt.

Genau zu so etwas habe ich nämlich keine Lust, Rauschen sollte im Bild nicht störend auftreten und ansonsten will ich mich darum nicht kümmern müssen. Und genau deswegen macht mir DxO so viel Spaß, denn ich brauche mich außer um das Aktivieren und Kästchen setzen um sonst nix zu kümmern und bekomme trotzdem ein phantastisches Ergebnis. “Geil-O-Matik”, fällt mit spontan dazu ein 😉

Die PRIME-Variante bei der Rauschminderung soll noch besser arbeiten.

Die PRIME-Variante bei der Rauschminderung soll noch besser arbeiten, bekommt aber nur der, der das Programm kauft.
Mir genügt die HQ-Variante: Ein klick auf das “Fadenkreuz”, im Bild dann das Auswahlrechteck auf eine relevante Stelle setzen, fertig!

Die in LR so heißgeliebten Regler für Lichter und Schatten findet Ihr so in etwa in der Palette WESENTLICHE WERKZEUGESelektive Tonwerte, unter Farbakzentuierung liegen Vibrancy und Sättigung. In der Palette FARBE gibt es ein HSL-Werkzeug, wenn auch in etwas anderer Form. Ich finde, das ist alles nur Gewöhnungssache schnell zu lernen.
Den Rest dieses Programmes müsst Ihr Euch selbst „erarbeiten“ oder „erspielen“, ein Kunststück einzustudieren ist dazu nicht nötig.

 

Was es nicht gibt

Leider, leider verfügt dieses Programm nicht über eine Datenbank. Wäre das der Fall, wäre mein Glück perfekt. Ich liebe die Datenbank von LR. Zwar gestaltet sich die Bewertung und Verschlagwortung der Bilder beim Import manchmal etwas Zeitaufwändig, aber wer hier investiert spart diese Zeit beim Suchen unter Umständen mehrfach wieder ein. Also bleibt LR (vorläufig) mein weiterhin meist genutztes Programm, wenn es sich ergibt, dann eben von DxO OpticsPro 11 unterstützt. Die Suche nach einer passenden Datenbank geht also weiter. Den meisten Kameras, die im RAW-Format speichern können, liegt ein entsprechender RAW-Converter bei, der auch im DNG-Format speichern kann. Das wäre also eine Möglichkeit einen Import in LR zu bewerkstelligen. Inwieweit allerdings dann im DNG noch alle Daten der original NEF, CR2, RW2, ORF, RAF, PEF … enthalten sind kann ich nicht sagen, aber besser als nichts ist es sicher allemal.

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Wie ich DxO OpticsPro11 nutze

Für die Übergabe eines Fotos an DxO öffnet man in Lightroom das Menü DateiZusatzmoduloptionen – übergeben an DxO OpticsPro11. DxO hat sich bei der Installation automatisch dort eingeklinkt. Anschließend kann es mit der Bearbeitung des Bildes in DxO OpticxPro11 weiter gehen.

DxO Optics Pro 11 klinkt sich bei der Installation selbständig bei Lightroom ein.

DxO Optics Pro 11 klinkt sich bei der Installation selbständig bei Lightroom ein. Praktisch 😉

Zurück geht es ebenfalls sehr leicht über den blauen Button Export zu Lightroom unten rechts am Bildschirm. Hier bleibt die zuletzt gewählte Option stehen, und hier werden auch die Einstellungen für die Größe der Datei gemacht, falls der Export auf die Festplatte gehen sollte.
Für den Export zu LR öffnet sich ein weiteres kleines Menü, in dem man zwischen verschiedenen Methoden der Dateiübergabe wählen kann. Ich entscheide mich für DNG, ein Format, das von Adobe ins Leben gerufen wurde, und kann so sicher sein, dass keine Probleme bei der Übergabe auftreten.

Nach einem Klick auf "Export zu Lightroom" öffnet sich noch ein kleines Menü zur auswahl des Dateiformats.

Nach einem Klick auf “Export zu Lightroom” öffnet sich noch ein kleines Menü zur Auswahl des Dateiformats.

Verkürzt dargestellt sieht mein Workflow also folgendermaßen aus:

  1. In Lightroom:
    Katalogisieren und Editieren der Bilder
    exportieren der RAW-Dateien an DxO
  2. In DxO :
    RAW-Konvertierung
    optische Korrekturen
    Rauschminderung
    DxO-Smart Lighting
    Export zu Lightroom als DNG oder auf Festplatte als jpg
  3. wieder zurück in Lightroom:
    Verwaltung,
    ggf. weiterer Export

 

Als Folge dieser Arbeitsweise erhält man auf der Festplatte zwei weitere Dateien. Im hier gezeigten Beispiel mit dem Haus und er Spiegelung auf der Wasseroberfläche war der Name der Ausgangsdatei _DSC2615.NEF, ich bekomme zusätzlich

  1. Die Bilddatei im DNG-Format: _DSC2615_DxO.dng
  2. Eine Sidecar-Datei mit allen Bearbeitungsschritte von DxO : _DSC2615.NEF.dop

Die originale RAW-Datei meiner Kamera bleibt also auch hier unangetastet erhalten.

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Fazit und download

Wenn ich darüber nachdenke, was für ein mächtiges und uneingeschränkt nutzbares Tool ich hier schon vor Jahren für die Investition von NullKommaNix Euro bekommen habe, nie mit Werbung zugemüllt wurde, dazu immer die Möglichkeit hatte, neue Kamera- und Objektivmodule ebenfalls „für lau“ nachträglich zu installieren und jetzt sogar eine in vielen Punkten verbesserte und leistungsfähiger gewordene Version noch einmal geschenkt bekomme, dann frage ich mich, warum man sich in anderen Unternehmen so schwer damit tut.
Ich habe es jedenfalls nicht bereut, mir dieses Programm angesehen zu haben, im Gegenteil, ich kann es nur jedem engagierten Fotografen sehr empfehlen.
Falls Ihr euch dieses Programm anschauen wollt, dann rate ich Euch, das Ganze erst einmal in einem dafür eigens angelegten Verzeichnis auf der Festplatte mit ein paar dort hineinkopierten Dateien zu “erspielen”. Wenn sich Fragen ergeben könnt Ihr einen Blick ins pdf-Handbuch oder die online-Hilfe werfen (über die Iconleiste oben erreichbar), hier gibt es am Ende auch eine Liste mit Tastenkürzel , und schließlich gibt es noch Youtube-Videos.
Ich für meinen Teil habe viel Spaß mit diesem Programm, es leistet mir gute Dienste und deshalb werde ich das Programm sicherlich auch weiterhin benutzen.
Natürlich bleibe ich weiter auf der Suche und werde auch weiter berichten, wenn sich etwas Interessantes findet 😉
Zum Schluss habe ich noch einmal die wichtigsten links zusammengefasst und wünsche Euch viel Spaß beim Ausprobieren des Programmes und

Frohe Weihnachten und einen "Guten Rutsch"

Frohe Weihnachten und einen “Guten Rutsch”

 

Hier geht’s zur  Download-Seite: DxO OpticsPro 11
Nähere Infos zur der Frage Wer oder was ist DxO , über die Seite kommt Ihr auch zu den anderen Produkten und dem Shop
Auf der Firmen-HP gibt es auch Tutorien zum Einstieg
Und schließlich gibt’s auch noch DxO auf Youtube

 

 


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Autor: admin

Technik-Freak. Erster eigener Fotoapparat mit 17, zwei Jahre später die erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiven. Mehrere Systemwechsel zum vermeintlich besseren Hersteller. Durch die Mitarbeit in einer Foto-AG Ende der Siebziger Jahre durch die dortigen Kontakte zu einem Journalisten die Möglichkeit zu Veröffentlichungen in Hobby- und Computerzeitschriften. Obwohl nie hauptberuflich als Fotograf oder Journalist tätig, sind die Begeisterung für das Schreiben und die Fotografie bis heute geblieben. Letzteres passiert seit 2004 ausschließlich und irreversibel digital.