Dieters Fotoblog

Alles rund um das Thema Fotografie

Nanu, was ist denn hier los? Sind Scully und Mulder zufällig in der Nähe? Nein, das Bild stammt nicht aus den X-Files, oder besser gesagt, bloß aus meinen persönlichen. Wegen einer fehlerhaften Einstellung zündete der i-TTL-Hauptblitz in der Softbox nicht, wohl aber der manuelle hinter diesem "Außerirdischen". Letzendlich gefällt es mir aber so gut, dass ich es hier einfach zeigen wollte ;)
Nanu, was ist denn hier los? Sind Scully und Mulder zufällig in der Nähe? Nein, das Bild stammt nicht aus den X-Files, oder besser gesagt, bloß aus meinen persönlichen. Wegen einer fehlerhaften Einstellung zündete der i-TTL-Hauptblitz in der Softbox nicht, wohl aber der manuelle hinter diesem "Außerirdischen". Letzendlich gefällt es mir aber so gut, dass ich es hier einfach zeigen wollte ;)

Funkauslöser von Yongnuo für i-TTL und für manuelles Blitzen gemeinsam benutzen

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So, da liegen sie nun endlich vor mir, meine langersehnten YN-622N i-TTL-Funkauslöser von Yongnuo, nebst der dazugehörigen Steuereinheit YN-622N-TX.

Vielleicht sollte ich anstatt „langersehnt“ lieber „lang begrübelt“ schreiben, denn ich habe wirklich lange über die Anschaffung nachgedacht.

Was ich nämlich nicht wollte waren zwei Systeme, die untereinander nicht kompatibel sind und mich vor einem Shooting zur „Entweder / Oder“ Entscheidung zwingen.


vorhandenes Gerät       |    manuell Blitzen?    |    Alte Erfahrungen

i-TTL-flash  on camera  |    Funk als Ausweg    |    Proxy-mode


Proxy Vor- und Nachteile                                 |     meine  Trivial-Lösung

Trivial-Lösung Vor- und Nachteile                  |   Schlußfolgerung


Nach einer vorsichtigen Selbsteinschätzung bezüglich meines Konsumverhaltens würde ich mich eher nicht als Early Adopter bezeichnen, doch dessen ungeachtet informiere ich mich sehr gerne über Neues Gerät auf dem Markt. Es könnte ja doch sein, dass mal was dabei ist, dass man brauchen könnte ;)

Ausgangssituation

Wenn Ihr Euch hier in meinem Blog ein wenig umgesehen habt, dann wisst Ihr vermutlich, dass ich seit ein paar Jahren außer meinen beiden SB-25 und SB-26 einige manuelle Strobisten-Blitzgeräte YN560 II von Yongnuo nutze, die im Laufe der Zeit durch die Modelle YN560 III und YN560 IV in Unterstützung eines YN-560 TX ergänzt wurden.
Zusätzlich habe ich einen YN565 EX als systemkompatiblen i-TTL-Blitz angeschafft (allerdings nur für den Fall, dass ich als Beteiligter auf Feiern, Festen oder Partys im Laufe des fortschreitenden und bunten Treibens der anderen Gäste und des damit für mich unausweichlich einhergehenden Konsums von -selbstverständlich nur durch die anderen Gäste- alkoholisch angereicherter Atemluft vorübergehend außer Stande geraten sollte, mich an den Vorgang des manuellen Blitzbetriebes erinnern zu können – na, Ihr versteht schon ;) ).

Obwohl der YN565EX mehr Funktionen bietet, wie z. B. i-TTL-Blitzen, Auto-Zoom, Einsatz als Slave im Nikon CLS / AWL – System, haben sich von Beginn an die manuellen YN560-er doch recht schnell in ihre Rolle als Lieblingsblitze bei mir eingearbeitet. Und das so sehr, dass der YN565 EX sich, ungeachtet seiner weiterreichenden Fähigkeiten, ebenfalls in den manuellen Modus begeben hat um mit seinen Brüdern auf Augenhöhe mithalten zu können. Hat man für jeden Blitz erst einmal die richtige Einstellung gefunden werden diese Werte notiert, dazu kommt eine kleine Skizze von Setup und schon ist das Ganze zuverlässig reproduzierbar. Zusammen ergeben sie ein derart zuverlässiges und belastbares Gespann, dass ich sie nicht mehr missen möchte.

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Ich blitze manuell

„Wie – Du blitzt manuell? Warum das denn, mit Automatik geht das doch viel einfacher?“
Gelegentlich stellt mir jemand diese oder eine ähnliche Frage und gibt mir mit mitleidigen Blick bzw. mehr oder weniger süffisantem Lächeln zu erkennen, dass er mich als ein Relikt des vorigen Jahrtausends erkannt hat. Die beiden betagten Nikon-Blitze mögen zusätzlich ihren Teil zur optischen Identifizierung beigetragen haben. Wohl richtig, diese Erkenntnis, aber auch wenn ich mich noch nicht zur fossilen Altersgruppe zugehörig fühle, muss ich dennoch eingestehen, dass mir die Automatiken nicht immer als die beste Methode erscheinen.

Alte Erfahrungen sitzen tief oder: war früher wirklich alles besser?

Zu oft habe ich mich in den neunziger Jahren trotz TTL-Blitzens darüber geärgert, dass meine Dias in einer Serie leicht unterschiedlich belichtet waren obwohl ich an den Aufnahmeparametern nichts geändert hatte. Das kam zwar vorher auch schon vor, aber da wusste man beim entfesselten Blitzen ja, dass der im Blitzgerät eingebaute „Blitz-Blenden-Computer“ aus einer anderen Perspektive auf das Motiv guckte als die Kamera.
Der Grund lag oft nur in einer kleinen Bewegung des Motivs, des Hintergrundes oder eines Teils davon, das Licht wird etwas anders zur Kamera reflektiert und schon rechnet der Belichtungscomputer, der ja ungeheuer genau arbeitet, eine neue, durchschnittliche Belichtung aus und nimmt die Korrektur vor. (Wie, das glaubt Ihr nicht? Dann kommt doch einfach mal vorbei, dann machen wir einen schönen Dia-Abend mit Käse, Baguette, Rotwein und vielen Fotos mit zugehörigen Anekdoten.)

Spätestens als ich meine erste Digitalkamera in der Hand hielt habe ich also beschlossen, den Automatik-Blitzmodus vollständig zu meiden. Erleichtert wurde mir diese Entscheidung durch die Möglichkeit, jetzt unmittelbar nach der Aufnahme das Bild auf dem Display auch anhand des Histogramms zu begutachten.

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Ist es wirklich so schlimm?

Na ja, zugegeben, das klingt jetzt schon dramatischer als es ist. Ich fotografiere ja auch nicht ausschließlich entfesselt und mit mehreren Blitzen. Im Gegenteil: so manches Mal nutze ich den 565EX im i-TTL-Modus direkt auf der Kamera zum bouncen. Seit ich so ein „black foamie thing“ nutze (das ist ein Abschatter, der verhindert, dass direktes Licht vom Blitz auf das Motiv fällt), ist mir diese Technik sogar regelrecht sympathisch geworden. Auf diese Art kann ich per i-TTL blitzen und so dem vorhandenen Licht auf die Sprünge helfen ohne dass der Einsatz von Blitzlicht im Bild (allzu) offensichtlich wird.

Darf ich vorstellen: Das ist Jörg, ein Fotografenkollege. Die Aufnahme entstand spontan auf einem Fotowalk in einem schmalen und hohen Durchgang zu einem Hinterhof. Aufnahme mit Blitzgerät auf der Kamera, nach rechts gerichtet und über eine weiße Wand gebounced. Abschattung des direkten Lichtes mit der Handfläche. ISO 400, 1/125 Sek bei Blende f/4,5, Brennweite 102mm (153mm @ Crop-Sensor)

Einfast unsichtbarer Blitz. Die Aufnahme entstand in einem schmalen Durchgang zu einem Innenhof. Die Fassaden der gegenüberliegenden Häuser lagen im Schatten. Dadurch gelangte, obwohl es ein sonniger Tag war, nur diffuses Tageslicht auf das Gesicht des Models. Der Lichtsaum an der Kapuze und unterhalb der Schläfe stammt vom Licht aus dem Innenhof hinter dem Model (deswegen der höhere ISO-Wert). Für die Aufnahme wurde das vorhandene Licht aufgepeppt mit dem i-TTL-Blitzgerät auf der Kamera, nach rechts gerichtet und über eine weiße Wand gebounced. Das ergab auch das schöne Catchlight in den Augen des Models. Abschattung des direkten Lichtes mit der Handfläche. ISO 400, 1/125 Sek bei Blende f/4,5, Brennweite 102mm (153mm @ Crop-Sensor)

i-TTL entfesselt

Natürlich habe ich auch das eine oder andere Mal mit dieser Technik entfesseltes Blitzen ausprobiert. Als Master dient mir dabei der Gehäuseblitz der Kamera, der mit einer Folge kurzer Blitzimpulse („Zappelblitz“) die Kommandos der Kamera an den Slave sendet.
Das funktioniert sehr gut, so lange einige Bedingungen erfüllt sind:

  • Es muss Sichtverbindung vom Master zum Slave bestehen
  • Die Entfernung zwischen beiden darf nicht zu groß sein
  • kein zu helles (Sonnen-) Licht am Set

Aber so schön und bequem diese Methode auch sein mag, es gibt ein paar Einschränkungen:

  • so richtig gut funktioniert diese Methode nur innerhalb nicht allzu großer Räume, draußen oder in großen Hallen jedoch nur über kurze Entfernungen oder gar nicht (Abhilfe könnte ein zweiter Blitz mit mehr Leistung als Master im Blitzschuh der Kamera sein)
  • logischerweise funktioniert das auch nicht mit dem Slave innerhalb einer Softbox (z. B. meiner 80-cm Octabox).
  • Obwohl der Blitz bei den 60cm x 60cm „großen“ Softboxen außen sitzt kann es auch hier zu Problemen kommen, denn die Größe der SoBo verhindern je nach Position schnell mal die direkte Sichtverbindung zwischen Masterblitz und dem Sensor des Slave (es sei denn das Gerät steht weit genug vor dem Fotografen)
  • schwierig wird es bei Aufnahmen im Hochformat , wenn der Slave-Blitz mit Softbox oder Schirm auf meiner rechten Seite stehen soll: bei normaler Kamerahaltung (d. h. die rechte Hand umfasst wie gewohnt den Griffwulst, Zeigefinger am Auslöser) zeigt der Gehäuseblitz dann nämlich nach links. Hier sind Probleme die Regel. Die Lösung besteht darin, die Kamera nach rechts zu drehen, das ergibt aber in meinen Augen eine
  • irgendwie verkrampfte und unbequeme Kamerahaltung.

Nee, so richtig wollte ich mit dieser Methode nicht warm werden. Im Übrigen komme ich ja mit meinen manuellen Blitzen und der Einstellmöglichkeit für Zoom- und Leistung über Funk sehr gut zurecht!

Portrait einer jungen Frau. So sieht es aus, wenn der Fotograf nicht aufpasst und sich der Lichtformer mitsamt Innenleben in den Brillengläsern spiegelt. Da die Blitze innerhalb der Octobox sitzen (also hinter dem weißen Duffusortuch) hätte der Masterblitz des Kameragehäuses hier keine Chance gehabt.

Portrait einer jungen Frau. So sieht es aus, wenn der Fotograf nicht aufpasst und sich der Lichtformer mitsamt Innenleben in den Brillengläsern spiegelt. Da die Blitze innerhalb der Octobox sitzen (also hinter dem weißen Duffusortuch) hätte der Masterblitz des Kameragehäuses hier keine Chance gehabt.

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Mit den passenden i-TTL Funkauslösern sind diese Nachteile einfach aus der Welt zu schaffen.

Schon seit längerem gibt es i-TTL-fähige Funkauslöser, seit einigen Jahren auch im preiswerteren Segment, u. a. auch von Yongnuo. Leider arbeiten die beiden Yongnuo – Systeme 560 und 622 mit unterschiedlichen und untereinander nicht kompatiblen Funksystemen. Die Steuerbefehle des Einen lassen den Anderen unberührt und umgekehrt.
Schade, das wäre schön gewesen wenn man diese beiden Systeme hätte kombinieren können.

Das hat man sich bei Yongnuo wohl auch gedacht

und so gab es schon bald erste Gerüchte im Netz, dass der Hersteller daran arbeite, beide Systeme kompatibel zu machen. Im Juli 2014 erschien auf Flashhavoc dann die Erfolgsmeldung .

Das Ganze funktioniert über ein Software-Update für den YN-622 TX Sender (der in der Mitte mit dem hellgünen Display), mit dem ein Proxy-Mode installiert wird. In diesem Proxy-Mode erkennt der 622-TX die Befehle des 560-TX und wandelt diese in für die 622TRX lesbare Befehle um und sendet sie aus.

 

Durchgereicht:  Die Steuersignale des YN-560-TX gelangen zum YN-622-TX/Proxy, werden dort gewandelt und zum YN-622 TRX weitergesendet. Grafik: http://flashhavoc.com/

Durchgereicht: Die Steuersignale des YN-560-TX gelangen zum YN-622-TX/Proxy, werden dort gewandelt und zum YN-622 TRX weitergesendet. Grafik mit freundlicher Genehmigung von flashhavoc.com

So können beide Systeme in einem Lichtsetup zusammen genutzt werden, die es in dieser Grafik sehr anschaulich dargestellt ist:

<span style="color: #0000ff;">Der Proxy-Mode macht's möglich: Ein YN-560-TX als Commander stuert wie gewohnt "seine" YN-560-III und YN-560-IV Blitze an (obere Reihe). Der YN-622-TX übersetzt die Befehle zur manuelle Steuerung in die Sprache der TTL-Geräte (unten). Grafik: http://flashhavoc.com/ </span>

Der Proxy-Mode macht’s möglich: Ein YN-560-TX als Commander steuert wie gewohnt “seine” YN-560-III und YN-560-IV Blitze an (obere Reihe). Der YN-622-TX übersetzt die Befehle zur manuelle Steuerung in die Sprache der TTL-Geräte (unten). Grafik mit freundlicher Genehmigung von flashhavoc.com

In diesen beiden Grafiken werden die YN-622C – Modelle , also die für Canon, gezeigt, weil damals nur diese auf dem Markt waren. Es dauerte dann zwar noch einige Monate, aber letztendlich gab es dann diese Geräte auch für Nikon.
So weit, so gut. Damit sollte doch mein Wunsch erfüllt sein, könnte man glauben.

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<Nörgel_Modus> Das ist bei Yongnuo einfach so, wenn es neue Produkte zu Blitzen und Zubehör gibt, dann kommen zuerst Canon kompatible Geräte auf den Markt. Ob es daran liegt, dass die TTL-Signale von Canon einfacher zu entschlüsseln sind als die von Nikon oder ob man bei den Canonianern einfach den größeren und damit lukrativeren Absatzmarkt sieht, weiß ich nicht. Da Yongnuo aber inzwischen auch ein Objektiv mit 50mm – Festbrennweite für beide Systeme anbietet, und hier ebenfalls die Canon-Variante zuerst erschien und mittlerweile ein Objektiv mit 35mm Festbrennweite, allerdings vorläufig nur mit Canon-Anschluss, erhältlich ist … ab hier müsst Ihr selbst weiterdenken ;) </Nörgel_Modus > 

<off-topic_modus>
Das 1:1,8-50mm von Yongnuo kostet ca. 80.- bis 100.- Euro, egal ob in der Canon oder Nikon-Variante. Wenn Ihr meinen Artikel über die 50mm-Festbrennweite gelesen und Appetit bekommen haben solltet: nach allen Tests zu urteilen, die ich gelesen und gesehen habe, bekommt Ihr ein gutes Objektiv mit einem super Preis-Leistungsverhältnis, speziell für die Nikonianer bietet sich hier Einsparungspotenzial
</off-topic_modus>

Aber irgendwo finde ich ja immer ein Haar in der Suppe

Schauen wir uns doch mal die Eigenschaften im Proxy-mode bei dieser Lösung an:

Vorteile:

  • Commander auf der Kamera ist der 560-TX ,
  • je i-TTL-Blitz braucht man einen 622-TRX
  • je nach Anzahl der vorhandenen Geräte beliebig viele Blitz/622TRX-Kombinationen einsetzbar
  • die kleinste mögliche und somit preiswerteste Geräteausstattung besteht aus zwei Geräten: einem 622-TX als Proxy und einem 622-TRX als i-TTL-Blitzempfänger

Nachteile:

  • Der 622-TX liegt „irgendwo in der Gegend“ und erfüllt seinen Zweck als Proxy, sonst kann er nichts beitragen
  • Da der Funksender auf der Kamera rein manuell arbeitet, also keine i-TTL-Signale der Kamera übertragen kann, sind folglich auch die i-TTL-Blitze nur als manuelle Blitze einsetzbar,
  • man verschenkt also Ressourcen.
  • Risiko: ich muss das Firmware-update runterladen und auf den Transmitter übertragen. Hier gibt es vermutlich schon die Möglichkeit, dass etwas mal nicht klappt, und dann habe ich noch mehr Arbeit. Dazu bin ich dann einfach zu faul. Also erst mal nachdenken und dann machen.

Arbeitet man bereits mit den manuellen 560er incl. Sender, kann man so also ein zusätzliches Gerät einbinden. Im Falle der Neuanschaffung eines Blitzgerätes jedoch stellt sich aber die Frage nach der Sinnhaftigkeit dieser Anordnung, denn für den Preis eines i-TTL-Blitzes bekommt man mindestens zwei manuelle Exemplare.

Jetzt habe ich ja schon meinen i-TTL-Blitz, und diese Funktionalität wollte ich ja erhalten. Idealerweise wollte ich das Gerät zusammen mit den manuellen Blitzen in einem Setup einbinden können.

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Die einfachste Lösung ist oft die beste

Wie so oft im Leben ist die Lösung ganz einfach und liegt eigentlich auf der Hand. Es wird lediglich ein zweiter 622-TRX benötigt. Der Lösungsweg ergibt sich, wenn man sich die Funktionen des YN-622-TX-Senders, also das Gerät mit dem Display, anschaut.
Der Sender kommt auf die Kamera und kann von dort aus die mit entsprechenden Empfängern versehenen i-TTL-Blitze in drei Gruppen steuern. Dabei sind die einzelnen Gruppen unabhängig voneinander im i-TTL, manuellen oder im Supersync-Modus zu betreiben (näheres zum Supersync später).

Alles was zu tun ist, ist folgendes:

  • Der erste 622-TRX kommt unter den i-TTL-Blitz und in Gruppe A, am Sender wird Gruppe A auf i-TTL gestellt
  • Der zweite 622-TRX wird unter dem 560-TX platziert und der Gruppe B zugeordnet. Am Sender wird Gruppe B auf manuell gestellt.
  • Jetzt noch einen dieser kleinen Plastik-Standfüße unter die 560TX/622TRX-Kombiation und schon ist alles im Lot.
Zwei die sich gut verstehen: Yongnuo YN-560 TX und YN-622 TRX. Der 622 TRX (unten) reicht lediglich den Zündimpuls an den 560-TX weiter. Dieser versorgt wie gewohnt die angebundenen manuellen Blitze der 560-er Serie. Der kleine Plastikstandfuß sorgt dafür, dass diese Kombination an der Location nicht so unordentlich herumliegt.

Zwei die sich gut verstehen: Yongnuo YN-560 TX und YN-622 TRX. Der 622 TRX (unten) reicht lediglich den Zündimpuls an den 560-TX weiter. Dieser versorgt wie gewohnt die angebundenen manuellen Blitze der 560-er Serie. Der kleine Plastikstandfuß sorgt dafür, dass diese Kombination an der Location nicht so unordentlich herumliegt.

Schauen wir uns auch hier mal die Vor- und Nachteile an:

YN622N und YN560-TX miteinander kombiniert OHNE Proxy-mode.

Vorteil:

  • Der YN-622-TX sitzt als Commander auf der Kamera
  • ein vorhandener i-TTL-Blitz wird weiter als i-TTL betrieben, AUCH ENTFESSELT
  • i-TTL-Geräte bleiben weiterhin in zwei Gruppen organisierbar
  • Das AF-Hilfslicht des 622-TX auf der Kamera ist verwendbar
  • Beliebig viele i-TTL-Blitz/622TRX-Kombinationen einsatzbar,
  • Beliebig viele YN-560III bzw. 560IV einsetzbar
  • Manuelle Geräte können -parallel zu den zwei i-TTL-Gruppen- weiterhin in bis zu sechs eigenen Gruppen organisiert werden
  • Sollte es einmal nötig oder von Vorteil sein, kann der i-TTL-Blitz über den 622-TX auf der Kamera leicht in den manuellen Modus umgeschaltet und von dort aus gesteuert werden

Nachteile:

  • Als Mindestausstattung benötigt man zwei 622-TRX und zusätzlich einen 622-TX Commander (622/i-TTL und 622/560-TX) oder drei 622TRX
  • Etwas umständlichere Bedienung, da die Steuerung der i-TTL-Geräte durch den Commander auf der Kamera erfolgt,
  • die manuelle Blitze durch den 560-TX auf einem 622-TRX

 

Diese Kombination hat man allerdings auch zusätzlich irgendwo „in der Gegend“ herumstehen oder verstaut sie bestenfalls in der Jackentasche. Da man eine solche Kombination aber kaum an einem sich in Bewegung befindenden Set aufbauen wird ist ein zusätzliches, herumstehendes Steuergerät wohl zu verschmerzen.

Da stehen dann zwei oder drei manuelle Blitze, evtl. mit Stativ, als Rimlight, Kanten- oder Effektlicht herum, dazu kommt das Hintergrundlicht. Eine gute Aufgabe für den 560-TX, der über „seinen“ 622-TRX lediglich den Impuls zum auslösen erhält. Über den 560-TX wird die Leistung/Zoom dieser Blitze eingestellt. Sind die Einstellungen erst einmal gefunden werden sie in der Regel kaum mehr verändert.

Für das Haupt- bzw. Führungslicht kann jetzt der i-TTL-Blitz zum Einsatz kommen, das gibt dem Motiv (Model) etwas mehr Spielraum sich zu bewegen. Sollten hier Korrekturen notwendig werden kann der Fotograf diese sehr bequem von der Kamera bzw. am aufgesetzten YN-622-TX vornehmen.

 

Aufnahme mit i-TTL Blitz in der Softbox, ausgelöst mit einem YN622-TRX für die Person und einem manuellen Blitz YN-560 IV mit blauer Folie im Hintergrund. Dieser wurde mit dem YN-560 TX gezündet, der seinerseits das Signal von einem zweiten YN-622 TRX erhielt. Theorie bestätigt ;)

Aufnahme mit i-TTL Blitz in der Softbox, ausgelöst mit einem YN622-TRX für die Person und einem manuellen Blitz YN-560 IV mit blauer Folie im Hintergrund. Dieser wurde mit dem YN-560 TX gezündet, der seinerseits das Signal von einem zweiten YN-622 TRX erhielt. Theorie bestätigt ;)

 

Nanu, was ist denn hier los? Sind Scully und Mulder zufällig in der Nähe? Nein, das Bild stammt nicht aus den X-Files, oder besser gesagt, bloß aus meinen persönlichen. Wegen einer fehlerhaften Einstellung zündete der i-TTL-Hauptblitz in der Softbox nicht, wohl aber der manuelle hinter diesem "Außerirdischen". Letzendlich gefällt es mir aber so gut, dass ich es hier einfach zeigen wollte ;)

Nanu, was ist denn hier los? Sind Scully und Mulder zufällig in der Nähe? Nein, das Bild stammt nicht aus den X-Files, oder besser gesagt, bloß aus meinen persönlichen. Wegen einer fehlerhaften Einstellung zündete der i-TTL-Hauptblitz in der Softbox nicht, wohl aber der manuelle hinter diesem “Außerirdischen”. Letzendlich gefällt mir das Foto aber so gut, dass ich es hier einfach zeigen wollte ;)

Was folgt als Bilanz aus dem Ganzen?

Tja, das habt Ihr vermutlich während des Lesens schon mitbekommen: ich für meinen Teil sehe in der Installation des Proxy-Modes keinen Vorteil, eher im Gegenteil.

Mein YN-622 TX wird also im ursprünglichen Auslieferungszustand bei mir sein Dasein fristen und hoffentlich lange Zeit Dienst tun. Die ersten Testfotos verliefen ja sehr zu meiner Zufriedenheit, und die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, ob meine Überlegungen Gültigkeit behalten oder sich nochmal einer Revision werden unterziehen müssen.

Wenn sich neue Erkenntnisse ergeben werde ich Euch das wissen lassen, Ihr könnt aber auch gerne Eure Erfahrungen hier mitteilen ;)


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