Dieters Fotoblog

Alles rund um das Thema Fotografie

Tischdeko mit brennenden Teelichtern und Tasse

Food-Fotografie als Grenzgänger

Wie weit reicht das Gebiet der Food-Fotografie eingentlich? Wo sind die Grenzen, was gehört noch dazu und was nicht? Soll man ein Motiv oder eine Bild-Idee noch als Food- bezeichnen selbst wenn Essbares nicht mehr im Zusammenhang als Nahrung dargestellt wird?

Ehrlich gesagt: ich habe keine Ahnung. Aber es ist mir auch egal, denn für mich steht die Bildidee im Vordergrund. Fotografiere ich etwas essbares, dann versuche ich schon, die Zutat oder das Gericht in möglichst bester Form darzustellen.
Bei dem Bild mit den Bratkartoffeln wollte ich die knusprigen gebratenenen Kartoffeln zeigen, die durch das noch knackige und frisch wirkende Gemüse durch dessen Farbigkeit einen wunderschönen optischen Kontrast erfahren.

Hier denke ich, haben wir Food-Fotografie in Reinkultur.

(Klick auf die Bilder öffnet eine größere Ansicht)

Eine Portion Bratkartoffeln mit Paprika und Lauch

Leckeres aus der Pfanne

Anders sieht es bei den beiden folgenden Bildern aus. Die schöne Tasse mit einem wohltuenden und wärmenden Cappuccino befindet sich im Hintergrund. Obwohl es sich hier auch um etwas ess- bzw. trinkbares, also um Food in weitestem Sinne handelt, müssen wir die gleichen Maßstäbe wie bei „echten“ Food-Aufnahmen anlegen. Das Getränk muß, so weit möglich, optisch ansprechend apräsentiert werden.

Das Schiffchen als Tischdeko mit den brennenden Kerzen bildet das eigentliche Hauptmotiv und symbolisiert Rast, Ruhe, Wärme, Entspannung, steht für sich zurücklehnen und genießen.

Stünde die Tasse im Vordergrund ergäbe sich durch die andere Gewichtung eine völlig neue Bildaussage, selbst mit den Kerzen in Hintergrund. Ich denke, dieses Bild ist ein schönes Beispieldafür, wie Food-Bestandteile im Bild eine gewünschte Aussage unterstreichen können.

Tischdeko mit brennenden Teelichtern und Tasse

Eine gemütlich Tasse Cappuccino

Wieder eine Komplett andere Situation und Motivauffassung sehen wir unteren Bild. Bei den Gummibärchen handelt es sich um Naschwerk, streng genommen also um Food. Allerdings wurden diese hier durch die Art ihrer Aufstellung und Anordnung zueinander und zur Kamera in einen vollkommen anderen Kontext gesetzt.

Der niedrige Aufnahmestandort lässt die kleinen Kerle größer erscheinen als sie in Wirklichkeit sind und in eine scheinbare Interaktion zueinander treten, lässt sie miteinander kommunizieren.

Durch die Wahl der Beleuchtung und die Platzierung der anderen Gummibärchen außerhalb der Schärfeebene werden die mittleren drei Exemplare nocheinmal hervorgehoben.

Ziel und Zweck dieser Bildes ist, einen Anstoß zu einer Geschichte zu geben, die sich in der Phantasie des Betrachters weiterentwickeln kann – was zumindest beim Fotografen bei der Titelfindung gelungen scheint. 😉

Obwohl hier – in weitestem Sinne – Food eingesetzt wird hat dieses Bild sicherlich nichts mehr mit dem ursprünglichen Thema zu tun. Schön, dass man es doch machen kann, und selbstverständlich wurden die Gummibärchen nach dem Shooting einer sachgerechten Entsorgung zugeführt 😉

Gummibärchen stehen beieinander

Der Geheimbund

Autor: Rt

Wissen wird nicht weniger wenn man es teilt. Jeder kann fotografieren, aber manchmal fehlt uns der eine oder andere Kniff oder es interessiert uns generell, wie etwas gemacht wird. Und weil ich sowieso am liebsten übers fotografieren plaudere habe ich angefangen, in diesem Blog das festzuhalten, was mich zum jeweiligen Zeitpunkt am meisten beschäftigt. Ob es dabei um grundlegende oder weiterführende Techniken geht oder ob ich über eine spezielle Anwendung berichte, und egal ob Ihr Euch als Anfänger betrachtet oder über reichlich Erfahrung verfügt: Ihr seid herzlich eingeladen auf diesen Seiten zu stöbern und mit zu diskutieren.

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