Dieters Fotoblog

Alles rund um das Thema Fotografie

Die Inspiracles Karten
Die Inspiracles Karten

Es tut sich wieder etwas hier im Blog, nicht zuletzt dank der Inspiracles

Lange hat es hier nichts Neues mehr gegeben, an fehlenden Ideen oder mangelndem Interesse am Hobby hat es aber nicht gelegen. In Zukunft werde ich wieder in kürzeren Abständen berichten, was es Neues geben hat. Anfangen möchte heute mit den Inspiracles.


Achtung: Dieser Artikel enthält Werbung. Isso.

Hallo zusammen, es freut mich Euch hier wieder zu treffen!

Vor einiger Zeit bekam ich eine Email, in der ich gefragt wurde, ob ich bereit wäre, mir die Inspiracles einmal anzusehen und gegebenenfalls darüber zu berichten. Gehört – oder besser gesagt – gelesen hatte ich schon von den Inspiracles. Auf Kwerfeldein  tauchten sie des öfteren einmal auf, unter anderem in einer kwerbox. Natürlich war ich neugierig, und weil ich schon häufiger hier im Blog über Dinge berichtet habe, die ich in meinen fotografischen Alltag nützlich finde und von denen ich glaube, dass auch der/die Eine oder Andere von Euch profitieren könne, habe ich spontan zugesagt. Über einen Gutscheincode habe ich mir dann die Inspiracles bei Amazon bestellt.

#Transparenz: Deshalb, auch wenn mir die Inspiracles gefallen, muss ich diesen Artikel als #Werbung kennzeichnen.

Wie immer: Klick auf’s Bild macht größer

Die Verpackung der Inspiracles besteht aus einer haltbaren Dose aus Blech

In dieser Blechbox werden die Inpiracles geliefert.

Da liegen sie nun vor mir: die Inspiracles.

Sie liegen schon eine geraume Zeit dort im Regal und warten auf ihre Begutachtung. In den letzten Wochen hatte ich mir die Dose schon öfter zur Hand genommen, neugierig auf den Inhalt habe ich sie geöffnet und wollte loslegen, aber dann habe ich den sauber in eine hauchdünne Folie eingeschweißten Kartenstapel wieder in die Dose gepackt und ins Regal zurück gelegt. Es blieb einfach keine Zeit für den Blog.
Zu vieles musste vorher noch erledigt werden, denn falls die Aussagen „Besser fotografieren mit 50 Inspirationskarten“ und „Lass Dich anregen durch kreative Aufgaben“, welche auf dem Deckblatt stehen, zutreffen sollten, dann bestünde durchaus die Gefahr dass ich einige der noch zu erledigenden Arbeiten verschieben würde, zumal es mich nicht gerade nach Erledigungen dieser Art Arbeit drängte. Aber: Wat mutt, dat mutt! Keine Ausrede! Und so hieß es immer wieder „Tschüss Inspiracles“.

Bis zum vergangenen Wochenende.

Die Inspiracles aufgefächert

Der Aufdruck nach schon neugierig, Anregung ist schließlich immer gut

Also Dose auf, Folie weg und gucken. Aha, die Karten sind in verschiedenen Farben bedruckt und oben in der ersten Zeile steht ein Schlagwort als Überschrift.
Auf der Rückseite findet sich jeweils die Überschrift „Beispiele“, gefolgt von etwas Text und ein paar Bildern.
Üblicherweise stellen Farben in Diagrammen, Organigrammen und Ablaufplänen immer ein Ordnungs- oder Zugehörigkeitskriterium dar. Man sieht also sofort, was zusammen gehört ohne erst den Text erfassen zu müssen. Genau so ist es schließlich auch bei einem Skatblatt, nur hier liegt alles querbeet durcheinander. Na ja, das kann am Herstellungs- oder Verpackungsprozess liegen. Also habe ich erst mal verschiedene Häufchen gemacht und die Farben sortenrein zusammen geführt … und dann gemerkt, dass das eigentlich Blödsinn war.

Beim Sortieren habe ich nämlich, neben mehreren „Spickzetteln“, auch die Anleitung gefunden. Na ja, wer lesen kann ist eben einwandfrei im Vorteil 🙂

Wozu sind jetzt diese „Spielkarten“ gut?

Ganz einfach: man benutzt sie als eine Art „Ideensteinbruch“. Auf jeder Karte wird eine Aufgabe gestellt. Dazu gibt es einen Tipp, der entweder etwas über den Zweck der Übung verrät oder weiterführende Infos liefert. Auf der Rückseite gibt es noch einmal einen Hinweis und Beispielbilder dafür, wie die Lösung der Aufgabe aussehen kann.

Und was soll das bringen?

Neben einer Menge Spaß, den man bei der Auseinandersetzung mit den einzelnen Aufgaben hat, wachsen die Erfahrung und somit die Fähigkeit, am Ende mit besseren Bildern nach Hause zu kommen. Die Aufgaben sind so konzipiert, dass durch Wiederholung bzw. durch fortwährendes Training über einen selbstgewählten Zeitraum das bewusste Sehen des Fotografen geschult wird. Man lernt, sich schon vor der Aufnahme mit dem Bild auseinander zu setzen.
Dabei werden bei einem Teil der Aufgaben die technischen Möglichkeiten von Kamera und Objektiv gezielt herangezogen, um einen bestimmten Effekt zu erreichen oder zu verstärken, ohne jedoch das rein technische zu sehr in den Vordergrund zu stellen (dafür gibt es genügend Zeitschriften 😉 ). Nach erfolgreichem Training steht dann das Aha-Erlebnis für den Fotografen.
Und damit ist auch schon die nächste Frage beantwortet:

Für wen ist das gedacht?

In erster Linie vermutlich für Einsteiger, aber jeder, der dazu lernen will, kann von den Karten profitieren. Wenn Ihr relativ neu in der Fotografie seid oder Euer Einstieg noch nicht allzu lange her ist, dann kennt Ihr das vielleicht:
Es wird alles fotografiert was einem vor die Linse kommt und lange genug still hält.
Die verschiedensten Motive, von der Zimmer- oder Gartenpflanze über die eigenen Haustiere, im Zoo, Landschaften, Bauwerke, Autos, und gerne auch mal Freunde oder allgemein auf Partys.
Da bei den heutigen Einsteigerkameras in der Regel immer ein Zoom im Kit mit verkauft wird sind auch Bilder mit allen Brennweiten vertreten.
Irgendwann möchte man aber mehr und stellt in den sozialen Medien die Frage, welches Objektiv oder Brennweite man sich als nächstes anschaffen sollte (und muss mit den teilweise widersprüchlichen Antworten leben).

Genau hier könnte der Einsteiger, der sich bereits mit den Inspiracles auseinander gesetzt hat, im Vorteil sein. Durch die zwar spielerische, aber intensive Beschäftigung mit einem Thema kann man eine Menge über die Wirkung von Brennweite, Blende und Verschlusszeit lernen, genau so wie über Bildgestaltung. Und wer sich bewusst mit seiner Ausrüstung auseinandersetzt erhält eine konkretere Vorstellung davon, in welche Brennweite er als nächstes investieren möchte.

Auch ein altes Pferd kann noch ein neues Kunststück lernen.

Beim durchblättern der Karten habe ich ganz spontan eine Aufgabe so faszinierend gefunden, dass ich ein kleines Projekt begonnen habe. Keine große Dauer, ein paar Tage bloß, vielleicht zwei Wochen, immer mal wieder daran arbeiten. Die entsprechende Karte liegt in meiner Fototasche oben auf, damit ich immer wieder erinnert werde. Ohne den Zwang fertig werden zu müssen (wie die eingangs erwähnten Arbeiten). Just for fun, ein bisschen was dazu lernen, eine Menge Spaß dabei haben um am Ende mit schönen Bilder belohnt zu werden.

Mein Fazit

Wie sagte Andreas Feiniger in einem seiner Lehrbücher zur Fotografie einmal:

“Das Bild eines schönen Mädchens ist nicht unbedingt ein schönes Bild. Meiner Meinung nach ist es vorteilhafter, ein fotogenes Objekt mit einer einfachen Aufnahmetechnik zu fotografieren als die raffiniertesten Anstrengungen an ein Objekt zu verschwenden, das von Grund auf unfotogen ist.”

Andreas Feinigers GROSSE FOTOLEHRE, S.271, Heyne Taschenbuch

Und genau darum geht es bei den Inspiracles, um das Erkennen fotogener Objekte und das Erlernen einfacher und guter Aufnahmetechnik. Ich halte die Inspiracles für eine gute Sache.
Bald ist Weihnachten, und wer die Inspiracles einmal ausprobieren möchte kann ja der lieben Verwandtschaft einen Wink mit dem Zaunpfahl geben. Das wäre – zumindest für Hobbyfotografen – ein Geschenk, an dem er mehr Freude haben dürfte als an dem üblichen Schlips oder Socken 🙂 .
Und die Leute sind meistens froh über einen Tipp womit sie Euch eine Freude machen können.

Die Inspiracles zu einer Pyramide aufgestellt

Auch so etwas kann man mit den Inspiracles machen. Ob’s aber dann noch weiter hilft?

Wie auch immer: für meinen Teil bin ich mir sicher dass ich noch viel Spaß mit den Inspiracles haben werde – siehe oben: die Sache mit dem alten Pferd. 😉

Damit tschüß und bis bald! 😉


 

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Autor: admin

Technik-Freak. Erster eigener Fotoapparat mit 17, zwei Jahre später die erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiven. Mehrere Systemwechsel zum vermeintlich besseren Hersteller. Durch die Mitarbeit in einer Foto-AG Ende der Siebziger Jahre durch die dortigen Kontakte zu einem Journalisten die Möglichkeit zu Veröffentlichungen in Hobby- und Computerzeitschriften. Obwohl nie hauptberuflich als Fotograf oder Journalist tätig, sind die Begeisterung für das Schreiben und die Fotografie bis heute geblieben. Letzteres passiert seit 2004 ausschließlich und irreversibel digital.

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