Dieters Fotoblog

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Der BMI gibt Entwarnung zur DS-GVO

Die am 25.Mai 2018 in Kraft tretende EU-Datenschutz-Grundverordnung hat im Vorfeld viel Diskussionsstoff geboten, aber so nach und nach kehrt wieder Ruhe ein.

Lange, vielleicht zu lange hat es gedauert, bis erste offizielle, oder zumindest von Sachkundiger Stelle abgegebene Kommentare oder Einschätzungen zur DS-GVO zu bekommen waren. Entsprechend groß war die Verunsicherung – auch bei mir. Nicht nur in Fotografenkreisen, sogar auf Seiten von Rechtstanwälten habe ich Einschätzungen gelesen, die nach meinem heutigen Kenntnisstand grob daneben liegen.

Offensichtlich brauchten auch die Juristen einige Zeit, um den Paragraphendschungel zu durchdringen und abzuwägen, was denn ein gangbarer Weg sein könnte.
In den ersten Tagen im Mai sind dann so langsam einzelne Stellungnahmen von berufener Seite im Netz verbreitet worden, und die Lage schien gar nicht so dramatisch zu sein, wie man als juristischer Laie beim Lesen der Verordnung hat vermuten bzw. befürchten können.

So hat am 03.05.2018 die Zeitschrift FOTOMAGAZIN einen Artikel ins Netz gestellt, in dem zumindest klar gestellt wird, dass Hobbyfotografen keinerlei Einschränkungen zu befürchten haben.

Auch unter rechtambild.de wurde zum Fotorecht, dem KUG und der DSGVO Stellung bezogen und vor zu großer Panik gewarnt

Am 07.05.18 habe ich den Vermerk des Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit gefunden, den dieser herausgegeben hat und hier als pdf-Datei heruntergeladen werden kann und hier unter dem Titel „Behörde schafft Klarheit“ noch einmal in Kurzform vorgestellt wird.

Am 11.05.2018 kam dann die offizielle Entwarnung:
Der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat gibt bekannt, dass „ … der Schutz personenbezogener Daten kein uneingeschränktes Recht ist , sondern im Hinblick auf seine gesellschaftliche Funktion und unter Wahrung des Verhältnismäßigkeitsprinzips gegen andere Grundrechte abgewogen werden …“ 

und

„Zu den … genannten Grundrechten zählt ausdrücklich auch die Freiheit der Meinungsäußerung und Informationsfreiheit.“

Das alles zu erfahren tut gut, und wenn ich das richtig verstanden habe, ändert sich für uns Hobbyfotografen wohl nicht viel. Lediglich diejenigen unter uns, die Shootings auf Vertragsbasis (TfP) vereinbaren, sollten ihre Verträge dahingehend ergänzen, dass dieses Übereinkommen jederzeit gekündigt werden kann.
Soweit meine Wahrnehmung der Dinge, aber ich bin kein Jurist und kann einen Irrtum nicht ausschließen. Zumindest aber kann ich mich jetzt wieder etwas entspannter zurücklehnen und weiter meinem Hobby nachgehen, ohne die ständige Angst im Hinterkopf, juristisch belangt werden zu können oder in eine Abmahnfalle zu geraten – vorerst jedenfalls.

Und weil ich wieder so schön entspannt bin ist auch wieder Zeit für Unsinn: ich kann Euch meinen Lieblings-Tippfehler in diesem Artikel hier verraten: „Paragraphenduschgel“.
Schön verpackt und in Drogeriemärkten rund um Gerichtsgebäude im Angebot: das wäre doch bestimmt ein Verkaufsschlager 😉


Zu diesem Artikel gibt es einen Nachtrag hier im Blog, der Euch ebenfalls weiterhelfen könnte.


 

Autor: admin

Technik-Freak. Erster eigener Fotoapparat mit 17, zwei Jahre später die erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiven. Mehrere Systemwechsel zum vermeintlich besseren Hersteller. Durch die Mitarbeit in einer Foto-AG Ende der Siebziger Jahre durch die dortigen Kontakte zu einem Journalisten die Möglichkeit zu Veröffentlichungen in Hobby- und Computerzeitschriften. Obwohl nie hauptberuflich als Fotograf oder Journalist tätig, sind die Begeisterung für das Schreiben und die Fotografie bis heute geblieben. Letzteres passiert seit 2004 ausschließlich und irreversibel digital.

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